Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

20.04.2017 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Gratiskonto mit digitalen Services auch bei Austrian Anadi Bank

Die Austrian Anadi Bank legte am Dienstag ein Online-Girokonto nach, das sie bereits ab einem monatlichen Gehalts- oder Pensionseingang von EUR 300,00 ohne Grundpreis führt. Sie ergänzte damit ihre Online-Schiene bestehend aus Tagesgeld und Festgeld, durch die sie den Schwerpunkt weiter in Richtung Direktgeschäft verlagert. Der Konsument hat hierzulande mittlerweile eine schöne Auswahl in diesem Bereich, nachdem zuletzt auch die neue Direktbank DADAT mit einem Girokonto an den Markt ging. Im Gegensatz zur DADAT schreibt die Austrian Anadi Bank kein Startguthaben zur Begrüßung gut; stattdessen verlost sie unter den Personen, die bis Ende Juli eröffnen, eine Erstattung der im Monat September 2017 gebuchten Ausgaben bis maximal EUR 1.500, darüber können sich dann nur drei Personen freuen. Eine Maestro-Bankomatkarte ist beim Konto inkludiert, jede weitere - für einen zweiten Kontoinhaber oder einen Bevollmächtigten – kostet unverhältnismäßig viel, jährlich EUR 27,32. Eine Kreditkarte, wahlweise Mastercard oder Visa von PayLife, kann nach drei Gehalts-/Pensionseingängen ab EUR 900,00 pro Monat bestellt werden. Tatsächlich beitragsfrei ist die Kreditkarte nur ab einem jährlichen Warenumsatz von EUR 3.000 pro Kontoinhaber. Bei einem Warenumsatz von EUR 1.000 bis unter EUR 3.000 pro Kontoinhaber kostet sie EUR 11,00. Und wird auch diese Stufe nicht erreicht, bleibt es ohne Abzug bei einem Jahrespreis von EUR 22,00. Einige der neuen technischen Annehmlichkeiten sind integriert, und zwar die Möglichkeit sich per VideoIdent zu legitimieren, ein automatisierter Kontowechselservice, das grafische Darstellen der Ein- und Ausgaben in Kategorien und das Bargeldauszahlen mit Zahlencode an den eigenen Geldautomaten. Für jede mTAN stellt die Austrian Anadi Bank den Girokunden EUR 0,12 in Rechnung, vermeiden lassen sich die Kosten, wenn man auf die so bezeichnete tresorTAN App ausweicht. Das ist neben der eigentlichen Banking-App (für iOS und Android verfügbar) eine zweite App zur Auftragsfreigabe. Die Bank ist an zehn Standorten vertreten, aber als Wettbewerbsvorteil, um eine kostenlose Einzahlungsmöglichkeit anzubieten, nutzt sie dies beim Online-Girokonto nicht. Am Schalter ist der Vorgang mit EUR 1,90 bepreist und am SB-Terminal mit EUR 0,50. Bleibt der notwendige monatliche Mindesteingang über einen Zeitraum von drei Monaten aus, stellt die Bank auf das ebenfalls neu eingeführte Kontomodell "Online-Konto - Girokonto" um. Es weist lediglich die folgenden Unterschiede auf: Der monatliche Grundpreis beträgt hier EUR 4,70 und ein Dispokredit oder eine Kreditkarte sind nicht vorgesehen. Die Bank behält sich bei einer Umstellung auf dieses Kontomodell ausdrücklich vor, den Dispo sofort aufzukündigen und die Kreditkarte sofort einzuziehen bzw. zu sperren.

12.04.2017 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

BaFin rudert bei den Anforderungen für das VideoIdent zurück

Die Bankenaufsicht in Deutschland, die BaFin, veröffentlichte gerade für alle von ihr beaufsichtigten Institute ein neues Rundschreiben (3/2017) zum VideoIdent-Verfahren. VideoIdent ist eine Alternative zur Legitimation am Postschalter, auf die sich Dienstleister wie WebID oder IDnow spezialisiert haben. Die BaFin legt in dem Rundschreiben dar, wie genau eine solche Identifizierung ablaufen muss. Von einigen Anforderungen, die sie zwischenzeitlich einführen wollte, ist sie komplett abgerückt. Mit Blick auf die Sicherheit wollte die BaFin nämlich schon im vergangenen Juni neu regeln, was die Anbieter erfüllen müssen - um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere Straftaten effektiver zu bekämpfen. Das damalige Rundschreiben sollte ohne Übergangsfrist gelten und hätte das Verfahren viel komplizierter gemacht, die BaFin setzte es nach einem Aufschrei der Finanzwelt zwei Wochen nach der Veröffentlichung erst einmal aus. Mit den damaligen Regeln hätten die Unternehmen in sonstigen Datenquellen, etwa den sozialen Netzwerken, über die potenziellen Kunden recherchieren müssen. Außerdem wäre erforderlich gewesen, dass die angehenden Kunden als zusätzlichen Schritt von einem ihrer anderen Konten einen kleinen Geldbetrag auf ihr neues Konto überweisen - eine sogenannte Referenzüberweisung. Zu den Kritikpunkten zählte auch, dass das Verfahren nur noch Kreditinstitute zu Verfügung stehen sollte, für Zahlungsinstitute oder E-Geld-Institute zum Beispiel nicht mehr. Diese Punkte wurden allesamt verworfen, sie kommen in dem aktuellen Rundschreiben gar nicht mehr vor.

Ab 15.6.17 gelten die überarbeiteten Vorgaben, die in vielen Punkten sehr konkret sind. So müssen die Anfragen zufällig auf die Mitarbeiter verteilt werden, um Manipulationen vorzubeugen. Und es sind zahlreiche Sichtprüfungen des Ausweisdokuments in einer Liste benannt, von denen mindestens drei aus verschiedenen Kategorien für die Identifizierung zufällig ausgewählt und erfüllt werden müssen. Außerdem sollen die Mitarbeiter psychologische Fragen stellen und beobachten, um sich von der Plausibilität der Angaben sowie der vorgegebenen Absicht der zu identifizierenden Person zu überzeugen. Es könne beispielsweise im Gespräch nach dem Alter gefragt werden, im Hinblick auf eine Validierung der Geburtsangaben im Ausweisdokument. Von den Mitarbeitern wird erwartet, so auch zu erkennen, ob nach eigenem Willen oder durch Druck einer zweiten Person das Konto eröffnet wird. Es gibt einen weiteren Prüfschritt, der eine computergestützte Manipulation der Bildübertragung verhindern soll. Dabei soll die zu identifizierende Person den Ausweis an einer systemseitig zufällig bestimmten Stelle mit dem Finger teilweise verdecken oder etwa eine Hand vor ihrem Gesicht bewegen. Anhand von Standbildern ist dann die Echtheit zu überprüfen. Neu hinzugekommen ist die verpflichtende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die sichere Kommunikation, die fragwürdige Nutzung von Skype oder ähnlichen Diensten ist nicht mehr zulässig.

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