Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

11.05.2017 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Hello bank: Girokonto für Depotkunden passend gemacht

Die Hello bank stellte heute im Neugeschäft auf ein neues Girokontomodell mit der Bezeichnung "Hello Girokonto" um. Bislang war die gebührenfreie Kontoführung vom Gehalts-/Pensionseingang ab EUR 300,00 abhängig, jetzt ist stattdessen plötzlich wieder wichtig, ein Depot bei der Hello bank zu führen. Das Girokonto ist weiterhin einzeln erhältlich, nicht wie zu früheren Zeiten, als es den Depotkunden vorbehalten war, es kostet dann aber EUR 4,00 im Monat, weil die neue Bedingung zur kostenfreien Kontoführung nicht erfüllt werden kann. Während die Bank sich unter dem einstigen Vorstandschef Ernst Huber in den letzten Jahren zu einem Vollsortimenter entwickelt hatte, rückt nun der Fokus unter dem Eigentümer BNP Paribas wieder etwas mehr auf das Online-Brokerage. Die Monatspauschale des Girokontos entfällt, wenn entweder ein Depotbestand von mindestens EUR 10.000 am Stichtag erreicht ist oder ein Wertpapiersparplan monatlich bespart wird. Beim Depotbestand addiert die Hello bank zum Wertpapierbestand auch das Guthaben auf dem Depot-Verrechnungskonto. Den Stichtag kann der Kunde bei Eröffnung des Girokontos selbst festlegen, entweder ist es der 15. oder der Ultimo eines jeden Monats. Per Wertpapiersparplan lässt sich ab einer Sparrate von EUR 50,00 in Fonds, ETFs oder Zertifikate investieren und ab EUR 100,00 in einzelne Aktien. In den ersten drei Monaten ab Kontoeröffnung wird die Monatspauschale nicht belastet. Die sonstigen Bestandteile des Kontopakets wie zum Beispiel die Konditionen der Karten änderte die Hello bank nicht. Das bis dahin angebotene "Gehalts-/Pensionskonto" und das "Classic Girokonto" sind so abgelöst geworden, und das "Studentenkonto" ist ohne Folgeprodukt weggefallen. Bestandskunden, die einem dieser Kontomodelle bereits zugeordnet sind, treffen vorerst keine Änderungen. Auffällig ist, dass bei der Hello bank im Girokonto-Bereich wenig beständig ist. So hatte sie das Classic Girokonto im Neugeschäft im Februar 2016 von EUR 2,90 im Monat auf kostenlos umgestellt, ab Oktober 2016 war es mit EUR 4,90 schon wieder kostenpflichtig. Im Preis- und Leistungsverzeichnis nennt die Bank hier ausschließlich die Konditionen für das Neugeschäft, wann es zu Umstellungen im Bestandsgeschäft kommt, erfahren bei diesem Vorgehen meist nur die Betroffenen.

Ein Depot bei der Hello bank zu führen, ist mit dem neuen Girokontomodell wie beschrieben gegebenenfalls von Vorteil. Der Depotpreis beträgt inklusive Mehrwertsteuer 0,12 Prozent vom Depotvolumen, mindestens aber EUR 5,40 pro Posten und mindestens EUR 15,00 pro Depot. Für Anteile von gemanagten Fonds ist kein Depotpreis zu zahlen. Für die Kontoführung des zum Depot gehörenden Verrechnungskontos fallen auf das Jahr bezogen nochmals EUR 18,00 an.

02.05.2017 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Kunden bescheinigen Wüstenrot eine überhastet durchgeführte Umstellung

Für die Kunden der Marke "Wüstenrot direct" sind die Bankgeschäfte umständlicher und unübersichtlicher geworden, in Kommentaren in einigen Foren und in den App-Stores von Apple und Android ist dies dargelegt. Hintergrund ist eine konzerninterne Reorganisation - die rechtliche Abspaltung eines Teilbetriebs der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Wüstenrot Bausparkasse AG. Die Tagesgeldkonten und die im Neugeschäft nicht mehr angebotenen Zinskonten "Top Termingeld flex" und "Vorsorge Sparen" sind deshalb nun bei der Bausparkasse, während Girokonten, Kreditkarten, die Kredite und die Vermittlung von Depots und Investments bei der Bank verbleiben. Dennoch, die zahlreichen Änderungen betreffen alle Kunden, auch die, die weiterhin der Bank zugeordnet sind. Die Girokonten zogen am langen Osterwochenende vom 13.4.17 bis zum 17.4.17 in ein neues Online-Banking um. Das alte Portal bekam die Bezeichnung "Tagesgeldportal" und gehört nun zur Bausparkasse, die Einlagekonten werden dort angezeigt. Man muss sich somit gegebenenfalls auf zwei separaten Portalen einloggen, um alle seine Konten zu überblicken. Ein Nutzer formulierte es treffend so: "Die Aufsplittung macht für mich als Endkunde überhaupt keinen Sinn." Die Bank hat eine neue BIC und eine neue Bankleitzahl und die Girokunden erhielten eine neue IBAN, weil die sich auch aus BIC und Prüfziffer zusammensetzt. Unter der alten IBAN eingehende Transaktionen können weiterhin von der Bank verarbeitet werden, die Kunden müssen zu bestehenden Lastschrifteinzügen nichts unternehmen, sie sollen die neue IBAN und BIC aber verwenden, wenn sie Lastschriftermächtigungen neu erteilen oder ihre Kontoverbindung für Überweisungen mitteilen. Auch eine neue Banking-App für die mobilen Geräte wurde verfügbar gemacht, mit der es jedoch nicht einmal möglich ist, Überweisungen zu tätigen, denn das mTAN-Verfahren ist in dieser aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Es ist eine weitere Stelle, die noch nicht fertig ist. An einem zusätzlichen TAN-Verfahren ("SecureGo Tan"), das sich für den mobilen Zahlungsverkehr eignet, werde mit Hochdruck gearbeitet. Mit der erst kürzlich abgeschafften TAN-Liste und der alten App hätte man sich hier noch behelfen können. Die Kreditkartenumsätze werden derzeit weder im Online-Banking noch in der App angezeigt, die Karteninhaber erhalten zu den Kreditkarten vorübergehend kostenlose Kontoauszüge auf dem Postweg. Erst mit den neuen Karten, die Ende Mai kommen sollen, werden die Umsätze wieder angezeigt. Die Karten haben eine neue Kartennummer, wenn sie als Zahlungsmittel zum Beispiel bei Online-Shops oder PayPal hinterlegt sind, sollte nicht vergessen werden, die Daten zu ändern. Bei den Prepaid-Karten, die in Verbindung mit dem Girokonto häufig bei Wüstenrot direct ausgegeben wurden, gestaltet sich das Aufladen derzeit schwierig, bis die Neue da ist, wird das Aufladen über eine Nachricht an karten@wuestenrot.de angestoßen. Vorhandenes Prepaid-Guthaben wird nicht automatisch auf sie übertragen. Noch im ersten Halbjahr 2017 soll es ein Kundenportal geben, bei dem in einer Gesamtübersicht neben Girokonten, Kreditkarten, Zinskonten, Krediten und Bausparen zugleich die Versicherungsverträge bei der Württembergischen Versicherung dargestellt werden, für Details und Transaktionen wird der Kunde von dort aus auch zu den jeweiligen Portalen gelangen können.