Newsletter: Direktbanken.News 02/2026
Willkommen zur monatlichen Zusammenfassung von modern-banking.at
Themenüberblick
GRAWE-Gruppe übernimmt restliche Anadi Bank
Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
GRAWE-Gruppe übernimmt restliche Anadi Bank
Die Austrian Anadi Bank AG steht vor einem Wechsel in den Besitz der GRAWE Bankengruppe. Am 6.1.26 unterzeichnete die Hypo-Bank Burgenland AG (Bank Burgenland) eine entsprechende Übernahmevereinbarung, wie GRAWE am Folgetag mitteilte. Bank Burgenland ist das Spitzeninstitut der GRAWE-Gruppe und eine regional verankerte Filialbank. Das Closing ist bereits für Februar 2026 angestrebt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.
Die Komplettübernahme ist der Nachschlag zu einem im September 2024 vollzogenen Teilverkauf. Damals erwarb die Bank Burgenland das Filialgeschäft sowie einen Großteil des KMU-Segments der Anadi Bank – zehn Filialen, rund 42.000 Privatkunden, etwa 250 KMU-Kunden und ein Kreditvolumen von knapp 1,7 Milliarden Euro. Bank Burgenland betrieb die Filialen unter der Marke "Bank Burgenland Kärnten" weiter. Die Anadi Bank hatte das Filialgeschäft schon zuvor abgespalten, um es am Markt anzubieten. Sie wollte sich als Digitalbank neu positionieren – zumindest war das die Darstellung nach außen.
mehr ...
Der Newsticker
++ die Austrian Anadi Bank hat ein neues Preis- und Leistungsverzeichnis veröffentlicht, in dem sie für viele Leistungen im Girobereich rund 4% höhere Preise ab 1.4.26 ausweist. Es handelt sich um das jährliche Anpassen an die Inflationsentwicklung. Beim kostenpflichtigen "Online-Konto Girokonto" steigt die Kontoführungsgebühr auf EUR 19,41 je Quartal (bisher EUR 18,66) - das ist die gewichtigste Position. Das "Online-Konto Gehalts-/Pensionskonto" bleibt ohne Grundpreis, sofern monatlich mindestens EUR 300,00 an Gehalt oder Pension eingehen. Die Jahresgebühr für die Debitkarte inklusive cardTAN-Funktion beträgt künftig EUR 37,59 (bisher EUR 36,14). Beide Kontomodelle enthalten im Grundpreis eine Debitkarte, daher wird dieser Kartenpreis nur bei zusätzlichen Karten oder Nachbestellung mit neuer Folgenummer relevant. Eine Ersatz-Debitkarte mit gleicher Nummer kostet hingegen EUR 14,45 (bisher EUR 13,89). Für die PIN-Nachbestellung sind es EUR 4,34 (bisher EUR 4,17) und für SMS-Umsatzmitteilungen monatlich EUR 1,83 (bisher EUR 1,76). Wenn eine Lastschrift zurückgeht, erhebt die Bank EUR 10,11 Gebühr (bisher EUR 9,72) für Beträge unter EUR 4.000 und EUR 18,79 (bisher EUR 18,07) ab EUR 4.000. Für Bankbestätigungen - etwa für das Finanzamt, zu Daueraufträgen oder zur Kontoschließung - erhebt sie EUR 14,26 Gebühr (bisher EUR 13,71)
++ die easybank besserte ihr Eröffnungsangebot für Depot-Neukunden deutlich auf. Zur bestehenden Befreiung vom Depot- und Kontoführungspreis bis Ende 2028 ist ein neuer Orderspesen-Bonus hinzugekommen. Wer zwischen 1.2.26 und 31.3.26 ein Depot eröffnet, erhält EUR 10,00 je Trade bis zum 30.9.26. Der Bonus gilt für Käufe und Verkäufe von Aktien, ETFs, Fonds und anderen Wertpapieren. Sparpläne sind ausgenommen. Insgesamt deckelt die Bank den Bonus bei EUR 250,00, rechnerisch also nach 25 Trades. Sie wertet die Trades an zwei Stichtagen aus, am 30.6.26 und 30.9.26, und zahlt den Bonus bis 31.7.26 bzw. 31.10.26 auf das Depot-Verrechnungskonto. Eine zentrale Frage bleibt bei den Formulierungen der easybank offen: Zahlt sie tatsächlich pauschal EUR 10,00 je Trade oder erstattet sie nur die angefallenen Orderkosten bis maximal EUR 10,00? Einen Unterschied macht dies insbesondere bei der Ordergröße bis EUR 3.000 an der Wiener Börse, da easybank dort nur EUR 4,95 an eigenen Spesen erhebt. Ein pauschaler Bonus würde einen Überschuss von EUR 5,05 je Trade bedeuten. Die Aktionsbeschreibung lässt beide Interpretationen zu. Einerseits schreibt sie "Orderspesen-Bonus rückerstattet". Andererseits steht unter anderem in den FAQs, für jede Transaktion erhalte der neue Kunde einen Orderspesen-Bonus von EUR 10,00. Eine Einschränkung auf die tatsächlichen Orderkosten ist dort nicht erkennbar und findet sich auch in den Teilnahmebedingungen nicht. Ein pauschaler Bonus erscheint daher wahrscheinlicher, es bleibt jedoch eine Restunsicherheit. Als Zusatzanreiz verlost die easybank unter allen neuen Depotkunden, die bis 15.4.26 mindestens einen Einzeltrade (keinen Sparplan) über die App ausführen, zwei VIP-Tickets für einen Tag der Viertelfinalrunde am 3.6.26 beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Paris. Zum Gewinn gehört ein TUI-Reisegutschein über EUR 300,00
++ DADAT strich die "Vieltrader-Bonifikation". Kunden, die mindestens 100 Trades pro Jahr tätigten, drückten damit bislang die Depotgebühr für das laufende Jahr auf null. Das offizielle Konditionenblatt in der Version vom Februar 2026 enthält den entsprechenden Abschnitt nicht mehr. Das Konditionenblatt ging am 31.1.26 online und gilt ab 1.2.26. Für das Zählen der Trades galt der Zeitraum Januar bis November des jeweiligen Jahres, Sparplanausführungen blieben unberücksichtigt. Die Befreiung galt bis zu einem durchschnittlichen Depotwert von EUR 1.000.000. Die Streichung erfolgte ohne Ankündigung. Jedoch deutete sich das Ende bereits im Januar an, denn ein Link zu den Details der Vieltrader-Bonifikation auf der DADAT-Website führte seitdem auf eine leere Seite. Andererseits stand an mehreren Stellen der DADAT-Website noch die alte Marketingaussage, wonach Vieltrader keine Depotgebühr zahlen. Diese Widersprüche wurden inzwischen bereinigt. Im Dezember 2025 senkte DADAT die jährliche Depotgebühr für alle Kunden um ein Drittel, von 0,09% auf 0,06% (Angabe inklusive österreichischer Umsatzsteuer). Das mildert die Mehrkosten. Künftig ist also die reguläre Depotgebühr von 0,06% p. a. zu entrichten, mindestens jedoch EUR 3,48 pro Position. Bei einem Depotwert von EUR 100.000 beispielsweise ergeben sich nach dem Prozentsatz EUR 60,00 pro Jahr, bei EUR 250.000 sind es EUR 150,00 und bei EUR 1.000.000 dann EUR 600,00. Keine Depotgebühr fällt an zu Anteilen an gemanagten Fonds und für junge Leute bis einschließlich 24 Jahren
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Advanzia Bank aus Luxemburg verringerte am 31.1.26 ihr Sonderzinsangebot auf nominal 2,80% p. a., zuvor waren es 3,05% p. a. Den Sonderzins gewährt sie neuen Tagesgeldkunden sowie Kunden ohne bisherige Ersteinzahlung für drei Monate ab dem Zeitpunkt der ersten Einzahlung.
Avida Finans aus Schweden senkte am 30.1.26 von 1,83% auf 1,79%.
Renault Bank direkt erhöhte am 20.1.26 von 1,50% auf 1,60%.
Die Addiko Bank hob zum 16.1.26 ihr Neukundenangebot von 2,20% p. a. auf 2,25% p. a. leicht an, und sie dehnte die Dauer der Sonderverzinsung dabei von drei auf vier Monate.
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Aareal Bank aus Deutschland erhöhte am 5.2.26 bei 5 Jahren auf 2,85% (vorher 2,75%).
DenizBank senkte am 31.1.26 bei 18 Monaten auf 1,95% (vorher 2,15%). Sie wird aber ab 9.2.26 die 2,15% (bisher 2,00%) bei 2 Jahren bieten.
Denzel Bank senkte am 30.1.26 bei den Laufzeiten bis 2 Jahre: bei 6 Monaten auf 1,75% (vorher 1,85%), bei 12 Monaten auf 1,85% (vorher 1,90%) und bei 2 Jahren auf 1,95% (vorher 2,00%)
Die Santander Consumer Bank erhöhte am 27.1.26 bei 18 Monaten auf 1,90% (vorher 1,80%), bei 2 Jahren auf 2,00% (vorher 1,90%) und bei 3 Jahren auf 2,05% (vorher 2,00%).
Die Hamburg Commercial Bank aus Deutschland erhöhte am 22.1.26 um 0,06 bis 0,15 Prozentpunkte: bei 3 Jahren auf 2,60% (vorher 2,55%), bei 4 Jahren auf 2,75% (vorher 2,55%) und bei 5 Jahren auf 2,85% (vorher 2,70%)
bank99 erhöhte am 22.1.26 um 0,05 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 1,70% (vorher 1,65%), bei 9 Monaten auf 1,75% (vorher 1,70%), bei 12 Monaten auf 1,80% (vorher 1,75%), bei 2 Jahren auf 1,85% (vorher 1,80%) und bei 3 Jahren auf 1,90% (vorher 1,85%)
Austrian Anadi Bank erhöhte am 22.1.26 bei den Laufzeiten bis 12 Monate leicht: bei 3 Monaten auf 1,90% (vorher 1,85%) und bei 6 sowie 12 Monaten auf 2,00% (vorher 1,90% und 1,95%)
Kommunalkredit Invest erhöhte am 20.1.26 um 0,25 bis 0,35 Prozentpunkte. Für Anlagebeträge ab EUR 10.000 gelten bei 6 Monaten 1,75% (vorher 1,50%), bei 12 Monaten 2,00% (vorher 1,75%), bei 18 Monaten bis 3 Jahren sowie bei 5, 8 und 10 Jahren 2,10% (vorher 1,75%).
Denzel Bank senkte am 20.1.26 bei 12 Monaten auf zunächst 1,90% (vorher 2,00%). Gleichzeitig erhöhte sie aber bei 4 Jahren auf 2,10% (vorher 2,00%) und bei 5 Jahren auf 2,20% (vorher 2,00%).
bundesschatz.at erhöhte am 19.1.26. Bei 1 Monat gelten 1,90% (vorher 1,85%), bei 6 Monaten 1,95% (vorher 1,85%), bei 12 Monaten 2,00% (vorher 1,85%), bei 4 Jahren 2,35% (vorher 2,15%), und die 10-Jahres-Laufzeit erreicht erneut die symbolische Marke von 3,00% (vorher 2,75%).
Addiko Bank erhöhte am 16.1.26 bei 18 Monaten auf 2,05% (vorher 1,90%).
VakifBank senkte am 12.1.26 bei 3 sowie 6 Monaten auf 1,75% (vorher 1,85%), bei 9 Monaten auf 1,80% (vorher 1,90%), bei 12 Monaten auf 1,85% (vorher 1,95%), bei 2 sowie 3 Jahren auf 1,90% (vorher 2,00% und 2,05%) und bei 4 sowie 5 Jahren auf 2,00% (vorher 2,10% und 2,15%).
Noch einen schönen Februar wünscht
m o d e r n - b a n k i n g
Geiselwieslach 4, 66839 Schmelz, Deutschland
E-Mail: info@modern-banking.at, Internet: www.modern-banking.at
Rechtsform: Einzelunternehmen, Inhaber: Frank Rassier, USt-ID Nr.: DE223559923
Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.
Impressum: www.modern-banking.at/impressum_at
Disclaimer: www.modern-banking.at/disclaimer_at
Datenschutzerklärung: www.modern-banking.at/datenschutzerklaerung
