Tagesgeld: Information
- Zinsangebot/Anzeige
Santander Consumer Bank
- Sonderzins für Neukunden von 2,70% p. a. für die ersten drei Monate
- Standardzins von derzeit 1,75%
- Zinseszinseffekt durch monatliche Zinsgutschrift
- Zinsangebot/Anzeige
DADAT
- Sonderzins für Neukunden von 2,70% p. a. für die ersten drei Monate
- Standardzins von derzeit 1,60%
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten eines Sicherheitspolsters, um bei finanziellen Überraschungen gewappnet zu sein. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, damit möglichst wenig Geld unverzinst ist und die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt. Auch gegenüber der jetzt wieder nachgefragten Alternative Geldmarktfonds haben sie einige Vorteile, denn Tagesgeldkonten zeichnen sich durch die kalkulierbare Verzinsung, die schnellere und einfachere Verfügbarkeit sowie den Schutz im Rahmen ihrer Einlagensicherung aus.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Tagesgeldanbieters ist es, nicht allein auf den aktuellen Zins zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt - die Zeit dafür muss man aufbringen wollen. Viele Anleger lassen mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung der Tagesgeldkonten kann in unserem Vergleich für Zeiträume ab 2005 zurückverfolgt werden. Dies ermöglicht Nutzern zu überblicken, wie häufig und mit welchen Zinsschritten bestimmte Anbieter in der Vergangenheit die Tagesgeldzinsen änderten. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, kann es vorteilhaft sein, es nicht nur leerzuräumen, sondern auch auflösen zu lassen; denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- Sowohl Neu- als auch Bestandskunden profitieren: Die Santander Consumer Bank hob am 2.7.26 beim "BestFlex" beide Zinssätze an. Bestandskunden erhalten statt 1,50% nun 1,75%. Neue Tagesgeldkunden bekommen einen Sonderzins von 2,70% p. a. (vorher 2,40% p. a.) für die ersten drei Monate.
- Am 1.7.26 hob die Austrian Anadi Bank ihren Standardzins von 1,40% auf 1,50% an und erhöhte das Sonderzinsangebot für Neukunden von 1,90% p. a. auf 2,40% p. a., fest für die ersten drei Monate. In der Vergangenheit steuerte die Bank den Sonderzins meist in 0,10-Prozentpunkt-Schritten. Der aktuelle Sprung um 0,50 Prozentpunkte ist ungewöhnlich groß.
- DADAT erhöhte per 1.7.26 den Standardzins ihres "Sparkontos" von 1,30% auf 1,60% - der Zinssatz gilt für das gesamte Guthaben bis zur Höchsteinlage von EUR 1.000.000.
- Zum 1.7.26 erhöhte die Bank Direkt die Verzinsung des "Extrakontos" von 1,25% auf 1,50%.
- Bigbank zog am 19.6.26 ihr Neukundenangebot beherzt an: von 2,75% p. a. auf 3,10% p. a., bei einer garantierten Dauer von weiterhin drei Monaten. Die estnische Bank zählt zu den änderungsfreudigsten Anbietern am österreichischen Markt und justiert ihre Tagesgeld- und Festgeldzinsen oft in mehreren Schritten binnen weniger Tage. Dieses Mal änderte sie beim Tagesgeld auch den Standardzins, er stieg von 2,05% auf 2,10%.
- Advanzia Bank aus Luxemburg hob ihren Neukundenzins deutlich an: Seit 17.6.26 bietet sie nominal 3,90% p. a. statt zuvor 3,45% p. a. Den Sonderzins gewährt Advanzia neuen Tagesgeldkunden sowie Kunden, die bislang keine Ersteinzahlung geleistet haben, jeweils für drei Monate ab der ersten Einzahlung. Verzinst wird nur, wenn mindestens EUR 5.000 eingezahlt werden.
- Avida Finans aus Schweden erhöhte am 12.6.26 von 1,97% auf 2,00%, am 24.6.26 von 2,00% auf 2,05% und am 1.7.26 von 2,05% auf 2,12%.
- Erstmals seit rund zwei Jahren erhöhte die Porsche Bank ihren Tagesgeldzins wieder, und zwar zum 11.6.26 von 1,50% auf 1,75%. Zwischen September 2024 und September 2025 hatte die Bank den Zinssatz in sieben Schritten von 2,75% auf 1,50% zurückgefahren; die jetzige Anhebung ist der erste Richtungswechsel seit dem Ende dieses Senkungszyklus.
- Bigbank aus Estland erhöhte am 9.6.26 ihren Sonderzins für Tagesgeld-Neukunden im österreichischen Markt von 2,50% auf 2,75% p. a. Der erhöhte Satz gilt für die ersten drei Monate und deckt Guthabenteile bis EUR 250.000 ab.
- Die Advanzia Bank aus Luxemburg hob ihr Sonderzinsangebot zum 1.6.26 deutlich an: Statt nominal 3,10% p. a. (effektiv 3,14% p. a.) bietet sie nun 3,45% p. a. (effektiv 3,51% p. a.) - ein Sprung um 0,35 Prozentpunkte. Der Sonderzins gilt für drei Monate ab der ersten Einzahlung und richtet sich an neue Tagesgeldkunden sowie an Kunden, die ihr Konto zwar eröffnet, aber noch nicht mit einer ersten Einzahlung befüllt haben. Eine Besonderheit bleibt die Mindesteinlage von EUR 5.000, die erreicht sein muss, um eine Verzinsung zu erhalten.
- bank99 besserte ihr Sonderzinsangebot auf: Neukunden, die ab 1.6.26 das "flexsparen99" eröffnen, erhalten 2,25% statt 2,00% p. a. für die ersten drei Monate.
