Newsletter: Direktbanken.News 05/2026
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Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Der Newsticker
++ Trade Republic kündigte am 15.4.26 die grundlegende Umstellung seines Kundenservices an. Über 1.000 menschliche Serviceagenten beantworten laut Pressemitteilung ab sofort Anfragen rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche – per Live-Chat, Telefon und Rückruf, in acht Sprachen. Damit löst der Neobroker die seit Sommer 2024 im direkten Kundenkontakt eingesetzte KI ab. Als Zielwerte nennt der Neobroker 15 Sekunden durchschnittliche Wartezeit, in 90% der Fälle soll sie eine Obergrenze von 45 Sekunden nicht überschreiten. In den vergangenen sechs Monaten habe die Bank einen zweistelligen Millionenbetrag in Infrastruktur, Produktentwicklung und Schulung investiert. Mitgründer Christian Hecker formulierte den schwierig zu erreichenden Anspruch, binnen zwölf Monaten den "besten Kundenservice aller Banken in Europa" zu bieten. Die Kontaktmöglichkeit läuft über die App. Die Agenten arbeiten über externe Dienstleister exklusiv für Trade Republic an mehreren Standorten in Europa. Lässt sich ein Anliegen nicht sofort klären, entsteht ein in der App sichtbares Bearbeitungsticket; den Fallabschluss bestätigt der Kunde selbst. Lehnt er die vorgeschlagene Lösung wiederholt ab, eskaliere der Vorgang laut Hecker bis zur Geschäftsführung. Parallel liefert ein App-Update mehr als 30 neue Funktionen, darunter flexiblere Passwort- und PIN-Optionen, Unterstützung für Zwei-Faktor-Authentifizierung, detailliertere Renditeauswertungen und als CSV exportierbare Transaktions-/Einstandsdaten. Ergänzend richtet die Bank einen zehnköpfigen Kundenbeirat und ein eigenes Reddit-Forum ein. Einiges relativiert den Umbau. Der Kontakt bleibt an die App gebunden – eine öffentlich ausgewiesene Telefonnummer existiert nicht, was Kunden mit Login-Problemen schlechter stellt als bei klassischen Banken. Trade Republic veröffentlichte die Pressemitteilung in einer auf den hiesigen Markt angepassten Fassung, die Umstellung gilt explizit auch für österreichische Kunden. Der Telefonservice soll in Österreich und weiteren europäischen Kernmärkten erst in den kommenden Wochen flächendeckend ausgerollt werden; bis dahin steht nur der Live-Chat bereit. KI verschwindet nicht, sondern wechselt ins Backend und liefert dort weiterhin Antwortvorschläge. Der Kurswechsel folgt auf eine lange Vertrauenserosion. Schon vor dem Sommer 2024 stand Trade Republic wegen des Mangels an Support in der Kritik. Ausgerechnet in dieser Phase löste die Bank die eigene Kundenservice-Tochter auf und stellte auf ein KI-gestütztes System mit rund 300 Agenten in drei externen Zentren um. Parallel wuchs das Produktsortiment um ein Girokonto und eine Visa-Debitkarte - Produkte, die den Supportbedarf deutlich erhöhen. Trade Republic ging dennoch den entgegengesetzten Weg: hochgradige Automatisierung und Auslagerung. Dokumentierte Fälle reichten von monatelang verschleppten Depotüberträgen über nach Verifizierungsanfragen wochenlang gesperrte Konten bis zu fehlender Erreichbarkeit in dringlichen Situationen
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die DenizBank verlängerte bei ihrer "Tagesgeld-Kampagne 2026" für Eröffnungen ab 6.5.26 die Dauer ihrer Sonderverzinsung: Neukunden erhalten den Sonderzins von 2,30% p. a. für die ersten sechs Monate (vorher drei Monate). Im Anschluss gewährt die DenizBank für weitere sechs Monate 2,00% p. a. Insgesamt erstreckt sich die Sonderverzinsung damit über zwölf Monate, danach greift der Standardzins gemäß Preisaushang. Zwischenzeitlich entschärfte DenizBank das verwirrende Nebeneinander unterschiedlicher Sonderzinsangebote beim Tagesgeld behelfsmäßig, indem sie die eigentliche Produktseite aus dem Internetauftritt entfernte. Der variable Standardzins von derzeit 1,00% und der Sonderzins von 1,80% p. a. für neu eröffnete Tagesgeldkonten zwischen 24.10.23 bis 31.5.26 sind nur noch im Preisaushang genannt. Der dortige Sonderzins läuft bis 31.5.26 und entfällt, wenn die DenizBank keine Anschlussregelung mitteilt.
Die Santander Consumer Bank ersetzte zum 29.4.26 ihr bisheriges Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden von 2,25% p. a. über vier Monate durch eine höhere, dafür aber kürzere Variante mit 2,40% p. a. über drei Monate.
Renault Bank direkt erhöhte per 21.4.26 von 1,60% auf 1,80%.
Kleiner Schritt nach oben: Die Addiko Bank hob am 17.4.26 ihr Sonderzinsangebot für Neukunden auf 2,30% p. a. an, zuvor waren es 2,25% p. a. Die Dauer der Sonderverzinsung ließ sie mit vier Monaten unverändert.
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
bundesschatz.at erhöht folgende Laufzeitangebote: Ab 7.5.26 gelten bei 6 Monaten 2,20% (bisher 2,15%), bei 12 Monaten 2,45% (bisher 2,25%), bei 4 Jahren 2,60% (bisher 2,50%) und bei 10 Jahren 3,20% (bisher 3,10%).
Austrian Anadi Bank erhöhte am 5.5.26 bei 3 Monaten auf 1,91% (vorher 1,87%) und bei 6 Monaten auf 2,06% (vorher 2,00%).
Bank Direkt erhöhte am 1.5.26 bei 12 Monaten auf 2,25% (vorher 2,00%), bei 2 Jahren auf 2,50% (vorher 2,25%) und bei 5 Jahren auf 2,60% (vorher 2,50%).
HYPO Salzburg erhöhte am 1.5.26 bei 2 Jahren auf 1,625% (vorher 1,375%) und bei 3 Jahren auf 2,00% (vorher 1,75%).
Raiffeisenbank Inneres Salzkammergut erhöhte am 1.5.26 bei 12 Monaten auf 1,25% (vorher 1,00%), bei 2 Jahren auf 1,625% (vorher 1,00%) und bei 3 Jahren auf 2,00% (vorher 1,75%).
Klarna Bank aus Schweden senkte am 30.4.26 bei 12 Monaten auf 2,60% (vorher 2,65%).
CreditPlus Bank aus Deutschland erhöhte am 30.4.26 bei 6 sowie 9 Monaten auf 2,25% (vorher 2,20% und 2,00%).
Denzel Bank erhöhte am 30.4.26 um 0,15 bis 0,25 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 1,90% (vorher 1,75%), bei 12 Monaten auf 2,10% (vorher 1,85%), bei 2 Jahren auf 2,15% (vorher 1,95%), bei 3 Jahren auf 2,20% (vorher 2,00%), bei 4 Jahren auf 2,30% (vorher 2,10%) und bei 5 Jahren auf 2,40% (vorher 2,20%)
Santander Consumer Bank erhöhte am 29.4.26 ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,10 bis 0,15 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 1,80% (vorher 1,70%), bei 9 Monaten auf 2,00% (vorher 1,90%), bei 12 Monaten bis 2 Jahren auf 2,25% (vorher 2,10%) und bei 3 Jahren auf 2,30% (vorher 2,15%). Zuvor, am 8.4.26, hatte sie ab der 9-monatigen Laufzeit um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte erhöht.
Younited Credit aus Frankreich erhöhte am 24.4.26 bei 18 Monaten auf 2,61% (vorher 2,56%) und bei 2 Jahren auf 2,66% (vorher 2,62%). Zuvor, am 14.4.26, hatte sie diese beiden Laufzeiten gesenkt, bei 18 Monaten ausgehend von 2,62% und bei 2 Jahren ausgehend von 2,72%.
Volkswagen Bank aus Deutschland erhöhte am 22.4.26 bei den Laufzeiten bis 3 Jahre um 0,10 bis 0,30 Prozentpunkte: bei 3 Monaten auf 2,00% (vorher 1,90%), bei 6 Monaten auf 2,25% (vorher 2,00%), bei 9 Monaten auf 2,40% (vorher 2,10%), bei 12 Monaten auf 2,50% (vorher 2,30%), bei 2 Jahren auf 2,60% (vorher 2,40%) und bei 3 Jahren auf 2,70% (vorher 2,60%)
Die Wiener Privatbank erhöhte am 20.4.26 bei 6 Monaten auf 2,00% (vorher 1,90%), bei 12 Monaten auf 2,25% (vorher 1,95%) und bei 2 sowie 3 Jahren auf 2,30% (vorher 2,00%).
Addiko Bank erhöhte am 17.4.26 um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte: bei 3 Monaten auf 2,00% (vorher 1,85%), bei 6 Monaten auf 2,05% (vorher 1,90%), bei 12 sowie 18 Monaten auf 2,40% (vorher 2,20%) und bei 2 sowie 3 Jahren auf 2,35% (vorher 2,25%)
Raiffeisenbank Wels änderte am 17.4.26 bei 3, 6 sowie 12 Monaten auf 1,25% (vorher 1,00% bei 3 Monaten, 1,125% bei 6 Monaten, 1,50% bei 12 Monaten), bei 2 Jahren auf 1,50% (vorher 1,75%) und bei 3 Jahren auf 1,75% (vorher 1,875%). Vorangegangen war am 15.4.26 ein deutliches Senken bei 12 Monaten ausgehend von 2,22% und bei 2 Jahren ausgehend von 2,33%.
VakifBank erhöhte am 15.4.26 bei 3 Monaten auf 1,80% (vorher 1,75%), bei 6 Monaten auf 2,00% (vorher 1,75%), bei 9 Monaten auf 2,15% (vorher 1,80%), bei 12 Monaten auf 2,35% (vorher 2,05%), bei 18 Monaten sowie 2 Jahren auf 2,40% (vorher bei 18 Monaten kein Angebot und 2,30% bei 2 Jahren), bei 3 sowie 4 Jahren auf 2,50% (vorher 2,30% und 2,35%) und bei 5 Jahren auf 2,60% (vorher 2,35%). Die genannten Zinssätze ab der 6-monatigen Laufzeit gelten für Neuanlagen, nicht für die Wiederanlage auslaufender Festgelder.
Wüstenrot Bank erhöhte am 14.4.26 ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,10 bis 0,50 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 2,00% (vorher 1,90%), bei 12 Monaten auf 2,40% (vorher 1,90%), bei 18 Monaten auf 2,42% (vorher 2,00%), bei 2 Jahren auf 2,45% (vorher 2,22%) und bei 3 bis 5 Jahren auf 2,50% (vorher 2,25%)
Bigbank aus Estland erhöhte am 13.4.26 bei 6 sowie 9 Monaten auf 2,50% (vorher 2,35% und 2,40%), bei 12 sowie 18 Monaten auf 3,00% (vorher 2,60%) und bei 2 bis 10 Jahren auf 2,95% (vorher 2,75% bei 2 Jahren, 2,80% bei 3 Jahren, 2,85% bei 4 bis 10 Jahren).
Renault Bank direkt erhöhte am 9.4.26 jeweils um 0,25 Prozentpunkte: bei 12 Monaten auf 2,25% (vorher 2,00%), bei 2 Jahren auf 2,30% (vorher 2,05%), bei 3 Jahren auf 2,35% (vorher 2,10%), bei 4 Jahren auf 2,40% (vorher 2,15%) und bei 5 Jahren auf 2,45% (vorher 2,20%)
Die Aareal Bank aus Deutschland erhöhte am 8.4.26 bei 5 Jahren auf 2,90% (vorher 2,85%).
Noch einen schönen Mai wünscht
m o d e r n - b a n k i n g
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